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Mitteldeutscher Hundezucht Verband e.V.

Nationaler und internationaler Dachverband

 

Geschrieben von Miriam Hartmann

Wenn der Beagle schon im Haus lebt und sich Nachwuchs ankün­digt, ändert sich natürlich einiges für die ganze Familie und für den Beagle.

Wir stellten uns die Fragen: Wie reagiert der Hund auf das. Baby? Wird er eifersüchtig? Welche Veränderungen ergeben sich im Zusammenleben mit Baby und Hund?

Die Veränderungen fangen schon mit der Schwangerschaft an. Mit der Zeit ist Frauchen nicht mehr so beweglich, die Spaziergän­ge werden etwas kürzer und das Spiel und Toben wird auch beschwerlicher.

In den letzten Drittel der Schwan­gerschaft bemerkte ich bei unserer Donna einige Verhaltensweisen, die sonst weniger intensiv waren. Oft saß ich im Garten und Donna war stets an meiner Seite. Ging ich ins Haus, folgte sie mir. Eigentlich begleitete sie mich auf Schritt und Tritt. Man konnte denken, sie wolle mich „beschützen". Sie war anhänglicher und verschmuster. Die Geburt stand an. Ich über­legte, wie ich unseren Beagle auf das Baby vorbereiten konnte.
In meinen Gedanken spielten sich immer wieder Szenen ab, wie es sein wird, wenn ich mit dem Baby nach Hause komme.

Was macht Donna, wenn ich ihr die Babyschale vor die Nase stel­le? Was ist, wenn das Baby weint? Ich habe auch verbal versucht, unseren Hund auf das Baby vor­zubereiten und es ist erstaunlich, wie ein Hund „zuhören" kann. Letztendlich entwickelte sich alles von allein.

Als ich endlich mit unserem Baby nach Hause durfte, war Donna außer sich vor Freude. Sie hat­te mich natürlich vermisst. Ich stellte die Babyschale spontan auf mein Knie und ließ Donna erst einmal schnuppern. Sie war total aufgeregt und leckte Babys Händchen.

An einer vollen Windel habe ich sie mehrmals schnuppern lassen und Donna „putzte" die Windel.

Wenn unser Baby weinte, lief Donna zum Stubenwagen. legte sich davor und fiepte leise. Auch als der Kinderwagen auf der Terrasse stand, bewachte sie das Baby.

Sicher darf man nicht vergessen, dass es die ersten Tage sehr hek­tisch und stressig zu geht und bis sich der Alltag einstellt, ver­geht eine Weile. Für den lieben Vierbeiner sollte es immer eine Möglichkeit gehen, sich zurückzu­ziehen, damit er dem Stress nicht ausgesetzt ist. Stress und Hektik sollten nicht auf den Hund übertragen werden. Die Gassi-Runden müssen geplant sein, wer kann wann mit dem Hund spazieren gehen. Der Beagle braucht nicht nur seinen Auslauf, er sollte auch die Gelegenheit haben, sich beim Spiel so richtig auszutoben.
Und das Schlimmste für den Beagle ist es, wenn er durch die Ankunft des Babys plötzlich nicht mehr am Familienleben teilhaben darf.

Die ersten Wochen waren sicher­lich nicht einfach, alles zu bewäl­tigen, aber mit Hilfe der ganzen Familie sind wir den neuen An­forderungen doch gerecht gewor­den und haben Baby und Beagle unter einen Hut bekommen.

Es ist schön zu sehen, wie liebe­voll doch ein Beagle mit einem kleinen Menschenkind umgeht.